Felix Schramm: El
8 April13 June 2009

Views

CLOSE

Text

Unser beobachtender Blick auf die neuen, im letzten Jahr entstandenen Arbeiten des Düsseldorfer Bildhauers Felix Schramm wird vor allem zu einen: zum visuellen Abtasten dieser gefärbten Oberflächen, die etwas eigenartig Haptisches besitzen, das organisch, d.h. lebend, doch aber auch tote Materie zu sein scheint. Der Künstler hat sich zur Herstellung dieser Boden- und Podestskulp- turen den Negativformen aus Silikon eines befreundeten Theaterrequisiteurs in Italien bedient, ebenso wie verschiedener, aus vergangenen Zeiten stammenden Kuriosa wie einer Jagdtrophäe, die, von Kopf und Geweih erleichtert, jetzt nur noch als Stumpf aus der Wand ragt. Durch mehrfaches Abformen oder Umgiessen, auch von Teilen des eigenen Körpers oder Dritter, sind Gebilde entstanden, die den Prozess der mehrmaligen Veränderung der Form durchlaufen und den Zustand der Abbildung bereits weit hinter sich gelassen haben.

Mit dem Wissen um seine anderen, raumgreifenden Arbeiten bietet die neue, vom Künstler vollzogene Konzentration hin zum Objekt interessante, theoretische Gedankenanstösse. Dabei wird die vermeintliche Unvereinbarkeit von Abstraktion und Figuration (man beachte „él“) ebenso befragt (die Unvereinbarkeit des Kanons wurde von den Surrealisten bis zu höchster Blüte getrieben, ein Moment, das auch im Werk Schramms hie und da in Erscheinung tritt) wie uns die visuell-haptische Erfahrbarkeit durch die camouf- lageartige durchgängige Pigmentierung

LOAD MORE +