Hadrien Dussoix: You may find yourself in a beautiful house
23 March18 May 2013

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Auf der Suche nach einer neuen Ästhetik verwischt Hadrien Dussoix Begriffe und überschreitet Grenzen,er verbindet Punk mit Sakralem, kombiniert spontane Eingebungen mit vergangenem Klassizismus, inszeniert Gegensätze und Parallelen.

Seine in Spraylinien ausgeführten Bilder der Serie „You may find yourself in a beautiful house“ übersetzen italienische Renaissanceinterieurs von Palazzi und Kirchen in eine moderne Bildsprache. Mit geistreicher Simplizität werden aus scheinbar leichthändigen Gesten imposante Leinwandarbeiten, die mit ihren, in sich verlaufenden Farbkonturen, die architektonisch charakteristischen Merkmale akzentuieren, Details von Böden, Decken und Wänden nachbilden. Trotz der stilisierenden Spraytechnik, die für gewöhnlich nur in der zweidimensionalen Darstellung funktioniert, bleibt das Auge nicht an der Oberfläche der Sprühgemälde haften sondern wird von der zentralperspektivischen Komposition aufgenommen und dringt ein in die konstruierten Räumlichkeiten. Unterbrochen wir die Sogwirkung nur, wenn der Blick auf die stilisierten aber hämisch grinsendenFratzenfiguren fällt, die der Künstler hie und da an die Stelle von Putti- und Heiligenfiguren setzt und den denkwürdigen Gebäuden damit ihren sakral überhöhten Ehrfurchtsmoment nimmt.

Mit dem Drang, gegebene Grenzen zu sprengen, setzt sich Dussoix auch in seinen Aluminiumgüssen aus Bauschaum und Styropor auseinander und betitelt sie so phrasenhaft wie bedeutungsschwer als „The End of the World“. Der stumpfe Grauton des rohen Aluminiums harmonisiert die

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